Walnussöl

Walnussöl

Herstellung

Walnussöl unterstützt unter anderem die Gehirnfunktionen
Foto Pixabay


Die Gewinnung von Walnussöl ist sehr aufwendig.
Es wird nach traditioneller Methode mit der Steinmühle gepresst.
Die Walnüsse werden eventuell vorher leicht geröstet
(max. 48°, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht leiden).
Nach dem Pressvorgang wird das Öl am besten in dunkle Glasflaschen abgefüllt.

Zusammensetzung – Ölstruktur

Walnussöl besitzt einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure und Alpha-Linolensäure). Ihr Anteil beträgt bis zu 73%. Bis zu 13 Prozent der im Öl enthaltenen Fette gehen auf dabei auf die  Alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure zurück. Zum Vergleich: Arganöl kommt lediglich auf 0,1 bis 0,3 Prozent alpha-Linolensäure.
Die weiteren Bestandteile sind ca. 9% gesättigte Fettsäuren und 18% einfach ungesättigte Fettsäuren, die sogenannten Ölsäuren). Daneben besitzt das Öl einen hohen Anteil an Vitamin B wie B1, B2, B6 und Vitamin E.

Gesundheitliche Auswirkungen

Der regelmäßige Verzehr von Walnussöl soll das Immunsystem stärken und die körperliche- sowie geistige Leistungsfähigkeit erhöhen. Es soll sich blutdrucksenkend auswirken, den Fettstoffwechsel aktivieren und Herz- Kreislauferkrankungen vorbeugen. Es hilft bei Hautirritationen und regt die Regeneration der Haut an.

Charakteristik und Lagerung

Walnussöl ist ein sehr aromatisches, leicht liebliches Pflanzenöl. In der Küche wird es vor allem zu kalten Speisen verwendet, da beim Erhitzen viele der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden. Es ist ein echtes Feinschmeckeröl und gleichzeitig sehr gesund. Ideal zu Salat; es lässt sich auch gut mit anderen Ölen mischen und verleiht diesen eine feine, nussig-liebliche Note.
Besonders in der französischen Küche wird es schon lange als Feinschmeckeröl geschätzt.

Es sollte kühl und dunkel aufbewahrt werden. Am besten sind Speisekammer oder Kühlschrank geeignet. Eine unsachgemäße Lagerung und vor allem Sonnenlicht lassen es sehr schnell ranzig werden.
Das empfindliche Öl besitzt einen niedrigen Rauchpunkt (ca. 130°C).

Damit möglichst viele gesunde Inhaltstoffe erhalten bleiben, sollte es hauptsächlich kalt oder nur minimal erwärmt werden. Walnussöl eignet sich daher nicht zum Braten, Dünsten oder Kochen. Wird Walnussöl aus ungerösteten Nüssen gewonnen, schmeckt es nussig- mild und sehr fein. Das Öl aus gerösteten Walnüssen besitzt dagegen ein kräftiges Nussaroma.

Walnussöl passt sehr gut zu Spargel, Sellerie und Karotten. Es harmoniert vortrefflich mit Hülsenfrüchten, Fisch-, Reis- und Wildgerichten. Grüne Salate, vor allem Feldsalat und Kartoffelsalat werden mit einem Spritzer Walnussöl geschmacklich abgerundet und aufgewertet. Auch Obstsalat und sogar Süßspeisen lassen sich mit dem erlesenen Öl verfeinern.