Lein-Öl

Leinöl macht gesund und hält gesund.

Leinöl ist das Pflanzenöl mit dem
höchsten Gehalt an der wertvollen Linolensäure (Omega-3)

Die Omega-3-Fettsäuren gehören zu den besonders wertvollen essentiellen, ungesättigten Fettsäuren). Durch ihre hohe Bindungskapazität reagieren sie sehr schnell mit körpereigenen Stoffen und greifen günstig in zahlreiche Stoffwechselvorgänge ein.
So sollen sie sich senkend auf den Cholersterinspiegel auswirken, die Konzentration des „schädlichen“ LDL-Cholesterins im Blut reduzieren, den Blutdruck senken und die Verklumpung der Blutblättchen vermindern. Damit sind sie äußerst wertvoll als umfassender Schutz für Herz- und Blutgefäße.

 

Der Unterschied von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren kann der Organismus nicht selbst synthetisieren, sondern er muss sie von außen mit der Nahrung zuführen.
Für Menschen gelten insbesondere alle Fettsäuren als essentiell, die mindestens eine Doppelbindung in der Kette der Kohlenstoffatome (C-Atome) aufweisen und aus diesem Grund besonders leicht chemisch reagieren. Je mehr Doppelbindungen die Fettsäuren aufweisen, um so schneller reagieren sie. (Diese Doppelbindungen führen leider auch dazu, dass diese Öle so leicht mit Sauerstoff reagieren und relativ schnell ranzig werden - im Gegensatz zu anderen Ölen mit mehr gesättigten Fettsäuren).

Gesättigte Fettsäuren dagegen reagieren chemisch langsam.
Mit ihrem aufwendigen Stoffwechselprozess benötigen sie beim Abbau mehr Cholesterin und begünstigen damit eher einen höheren Cholesterinspiegel. Aber dabei gibt es auch Ausnahmen, wie etwa beim Kokosöl (die genauen Zusammenhänge sind noch nicht genau analysiert).
Klar erwiesen, dass der menschliche Körper sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren für seinen Zellstoffwechsel und als Energielieferant benötigt
.

Das Verhältnis der Omega-3 zu der Omega-6-Fettsäure ist mit 6:1 bei Leinöl nahezu ideal für den menschlichen Stoffwechsel.

Die Zusammensetzung des Leinöls:

  • Linolensäure (Omega-3) ca. 58%
  • Linolsäure (Omega-6) 14%
  • Ölsäure (Omega-9) 19%
  • Vitamine E, D, C, B1, B2, Provitamin A
  • viele Mineralstoffe und Spurenelemente

Obwohl Omega-Fettsäuren auch in anderen pflanzlichen Pflanzenölen, in Nüssen und in Fisch enthalten sind, bleibt der hohe Gehalt des Leinöls doch unerreicht.

Im Vergleich zum Leinöl enthält Fisch (jahrzehntelang als wertvollstes Schutzöl für Herz- und Blutkreislauf umworben) weit weniger dieser Omega-Fettsäuren. Leinöl übersteigt das Fischöl am Gehalt der wertvollen Omega-3-Fettsäuren bis zum 10fachen.

Mit der Wahl von Leinöl als Hauptlieferant der exzellenten, mehrfach ungesättigten Omega-Fettsäuren schont man zudem den weltweiten Fischbestand der Meere und seinen Geldbeutel und man nähert sich dem Ziel, klimaneutrale Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Das Leinöl sollte immer schonungsvoll hergestellt (bei niedrigen Temperaturen gepresst) und naturbelassen sein: Naturbelassen bedeutet nicht geröstet und nicht gefiltert.
Durch das Filtern würden die Trüb- und Begleitstoffe zum größten Teil ausgesondert werden, und das würde die Qualität mindern.
Denn gerade diese Begleitstoffe (meist Lipoproteine) sind von großem biologischem Wert:
Sie sollen eine bedeutende Rolle spielen beim Aufbau neuer Zellen und der Abstoßung alter Zellen im Körper und damit den gesamten Zellstoffwechsel begünstigen.
Zudem werden die Begleitstoffe in naturbelassenen Ölen von Gourmets sehr hoch geschätzt, weil sie verantwortlich sind für den feinen Eigen-Geschmack der Öle.

Die wunderbare Wirkung des frischen, naturbelassenen Leinöls beruht in erster Linie darauf, dass es als exzellenter Energiespender für die Zellen funktioniert.
Es wird sofort und ohne Umstände vom Organismus “verbrannt” bzw. “veratmet”. Und es soll nicht nur wertvolle Energie liefern, sondern zudem die Körperzellen darin unterstützen, ihre Schleusenarbeit zu verrichten, d.h. Abfallstoffe und Gifte aus den Zellen heraus- und frische Nährstoffe in die Zellen hinein zu transportieren. Zugleich soll die Zellmembran genährt und stabilisiert, und die Gesundheit der Körperzellen damit zusätzlich gefördert werden.

Um von dieser einzigartigen Wirkung zu profitieren, ist es wichtig, das Leinöl immer unverändert, also kalt, einzunehmen. Denn wird es erhitzt, so werden die wertvollen Doppelbindungen der Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren zerstört und viele der wertvollen Wirkungsweisen gehen verloren. Darum sollte man Leinöl niemals zum Kochen oder Braten verwenden.

Hochwertiges Leinöl hat einen sehr angenehmen, feinen, leicht nussigen Geschmack.
Es eignet sich sehr gut zum “Pur-Verzehr”, d.h. direkt vom Löffel eingenommen.
Aber es lässt sich auch hervorragend in der ‘kalten Küche’ einsetzen und entfaltet z.B. im Salat, in Quarkspeisen, über Pellkartoffeln, Tomaten oder über gedünstetes Gemüse gegossen eine sehr feine Geschmacksnote, die jeden begeistern wird.

Als Diät sollte man jeden Tag zirca einen Esslöffel Leinöl zu sich nehmen.

Wenn Leinöl zur Therapie bei Krankheiten (insbesondere zur diätischen Unterstützung bei Krebserkrankungen) eingesetzt wird, sollte beachtet werden, dass es seine gesunde Wirkung am ehesten entfaltet, wenn es in Verbindung mit schwefelhaltigen Aminosäuren (wie Magerquark) eingenommen wird.
Das hat zudem den Vorteil, dass die verbindungsfreudigen Enden der Fettsäure-Moleküle geschützt sind, sie oxidieren auch Körper nicht so leicht, sondern gelangen unversehrt zu den Körperzellen.
 (Wer hierzu mehr wissen möchte, der sollte sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen der weltbekannten Krebsforscherin Dr.Johanna Budwig beschäftigen).

Schwefelhaltige Aminosäuren finden Sie in …
• Milchhaltigen Produkten aus Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch (z.B. Quark)
• Relativ naturbelassenem Getreide wie Hirse, Buchweizen, Amaranth
• Schwefelhaltigem Gemüse u. Kräutern wie Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Bärlauch, Porree, Paprika.

Auch Vitamin-E-Verbindungen erfüllen eine ähnliche Funktion wie die schwefelhaltigen Aminosäuren.
Vitamin E finden Sie in speziellen Ölpflanzen wie Sonnenblumenkerne, Nüssen, in den ganzen Leinsamen (dadurch werden diese haltbar) oder im Leinmehl; in Soja, Avocado, Kohl ...
Und in Kokosöl. Naturbelassendes Kokosöl enthält verschiedene Arten von Vitamin E (sogenannte Tocopherole und Tocotrienole) und bietet dem Leinöl darum einen hervorragenden Schutz.
Wenn Kokos- und Leinöl gemischt wird, schützt das Kokosöl das Leinöl vor der Oxidation und dem Ranzigwerden. Außerdem ummantelt das Kokosfett das Leinöl regelrecht (es ist wie eingeschweißt). Das Kokosöl macht so das Leinöl besser und viel länger haltbar.

Aus der Mixtur von 2 Drittel naturbelassenem Kokosöl und 1 Drittel Leinöl erhält man zudem ein sehr gesundes Premium-Streichfett bzw. einen wunderbar streichfähigen Brotaufstrich. (Siehe dazu “Unsere Produkte: KokoLein Aufstriche”).

Grundsätzliches - worauf man unbedingt achten sollte:

  • Biologisch zertifizierte Ware ist der aus dem konventionellen Anbau unbedingt vorzuziehen, da die Leinpflanze reich am Spurenelement Selen ist; Selen hat die Eigenschaft, Schwermetalle an sich zu binden (entgiftende Wirkung). Deshalb sollte der Lein auf unbelasteten Böden angebaut werden.
  • Leinöl sollte so naturbelassen wie möglich sein, die Trübstoffe / der Satz sollte noch enthalten sein; deswegen ist auch eine Druckfilterung abzulehnen.
  • Die Herstellung muss besonders schonend erfolgen, wie Pressung und Abfüllung unter Sauerstoffausschluss, die Erwärmung des Öles darf während der Herstellung 35° C nicht übersteigen.
  • Es sollte in dunkle Flaschen oder in Dosen abgefüllt sein (der Einfluss von Licht ist ebenso negativ wie der von Sauerstoff).
  • Das Haltbarkeitsdatum muss auf der Flasche stehen.
  • Nach der Herstellung muss Leinöl kühl gelagert werden. Leinöl, dass über Monate im Supermarkt oder sonstigen Läden in den Regalen steht, ist nicht zu empfehlen.

Tipp
Da Leinöl schnell oxidiert, sollte es nach dem Öffnen zügig (ca. innerhalb vier Wochen) verbraucht werden.
Deutlich länger hält sich Leinöl, wenn man es im Tiefkühlfach aufbewahrt (Leinöl hat einen sehr niedrigen Gefrierpunkt, es bleibt bis ca. -20 Grad flüssig).
So kann man auch größere Mengen über einen längeren Zeitraum frisch halten.

 

 

 

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