Lein-Mehl

Leinmehl ist ein Jungbrunnen

Leinmehl ist kein Getreidemehl, sondern stammt von einer Ölfrucht (dem Leinsamen). Von daher ist es auch glutenfrei. Es besteht aus dem gemahlenen und entölten Leinsamen. Die Trennung von Öl und Faserstoffen hat den Vorteil, dass das Leinmehl haltbar ist im Gegensatz zum Leinschrot, der jeweils immer frisch für den Verzehr gemahlen werden muss.

Lange Zeit wurde Leinmehl verkannt, galt als unattraktiv und wurde gar als Tierfutter benutzt. Erst die jüngsten medizinischen Studien verhalfen ihm zu neuer Anerkennung.

Denn in dem Leinmehl sind (abgesehen von den essentiellen Ölen, von denen nur noch winzige Reste verbleiben) all die wichtigen Phytohormone, Spurenelemente und Ballaststoffe der Leinpflanze enthalten.

Pflanzliche Hormone dienen als Zellschutz und sind wahre Schönmacher

Die Phyothormone (Lignane) sorgen als Antioxydantien für die Gesundheit der Körperzellen  und verbessern zudem den Energiestoffwechsel der Zellen. Als pflanzliche Östrogene sorgen sie als wahre Schönmacher für ein gesundes und glattes Hautbild, sie können Fältchen vermindern, indem sie die Kollagenbildung in der Haut wieder anregen, und die Haarstruktur verbessern. Alles in Allem kann man das Leinmehl als optimales und preisgünstiges Anti-Aging-Mittel betrachten.

Die Faserstoffe im Leinmehl haben entgiftende Eigenschaften

Die Faserstoffe wirken als Ballaststoffe; sie verhelfen mit der besonderen Quellfähigkeit zu Gesundheit und Wohlbefinden im Magen-Darm-Trakt. Entzündungen und Reizungen wird entgegengewirkt, die Verdauung und Darmperistaltik wird optimiert. Zudem wirken die Faserstoffe im Leinmehl  absorbierend und können damit bindend reagieren auf Giftstoffe und krankmachende Keime.
Einen zusätzlichen Effekt bewirkt das Selen, das in der Faserhülle des Leinsamens enthalten ist. Selen ist ein wichtiges Spurenelement (Schutzelement), das die Eigenschaft besitzt, Schwermetalle zu binden und aus dem Körper zu bringen. Zudem soll Selen im höchsten Maße antioxidativ wirken, damit als Zellschutz dienen und altersbedingten Zivilisationskrankheiten vorbeugen.

Krebsvorbeugend und unterstützend bei der Behandlung von Krebs

Selen wurde aber insbesondere für seine Immunsystem aktivierende und stärkende Wirkung bekannt und ist seit 1964 sogar als antikanzerogen eingestuft  (Vorbeugung und Behandlung von Krebserkrankungen; Strahlen- und/oder Chemotherapie sollen besser vertragen werden, die Mittel effektiver wirken).  Auch die Lignane im Leinmehl sollen sich bei vielen Krebsarten vorbeugend und unterstützend auswirken.

Cholesterinsenkende Wirkung

Der Leinsamen hat die Eigenschaft, Gallensäure zu binden. Die Gallensäure wird unter Verwendung von Cholesterin gebildet und dient der Fettverdauung. Normalerweise wird die Gallensäure am Ende der Fettverdauung im Darm von der Schleimhaut wieder aufgenommen und in der Leber wieder zu Cholesterin abgebaut. Aber mit den Ballaststoffen wird die Gallensäure gebunden und ausgeschieden. Der Körper muss neue Gallensäure binden und verwendet dafür körpereignes Cholesterin. Der Cholesterinspiegel im Körper sinkt.

Zudem ist das Leinmehl durch die vielen Ballaststoffe in der Schale ein hervorragendes Schlankheitsmittel. Denn die Faserstoffe bestehen abgesehen von den wertvollen Phytohormonen und Spurenelementen in erster Linie aus Zellulose, und diese ist unverdaulich. Durch die Quellwirkung entsteht ein hoher Sättigungsgehalt.

Dosierung von Leinmehl

Um die optimale Wirkung herauszuholen, sollte man dasLeinmehl, Wasserglas Leinmehl täglich “eher pur” zu sich nehmen (auch damit sich der Schleim im Magen-Darm-Trakt bilden kann). Hierzu 2 Teelöffel bzw. 1 EL Leinmehl in ein Glas Wasser geben, verrühren, sofort trinken und mindestens 1-2 Glas Wasser oder Flüssigkeit hinterher trinken (Milch zählt nicht dazu) . Ansonsten kann das Leinmehl  aber auch ins Müsli, in Quark, Joghurt etc. gerührt werden (hierbei quillt es schon vorher auf und vergrößert das Volumen).  Und auch hier sollte man darauf achten, die ausreichende Menge an Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Das Leinmehl lässt sich auch gut zum Kochen oder Backen verwenden.
Der leicht nussige Geschmack  von Leinmehl ist eine sehr angenehme Geschmacksbereicherung für z.B. Pfannkuchen, Blinies, Kuchenteig oder Gemüsebratlinge. Bei konventionellen Rezepten kann gut ein 1/4 bis 13 des Mehls durch Leinmehl ersetzt werden.
Durch die wasserbindende Eigenschaft ist Leinmehl zum Binden und Andicken von Soßen und Suppen geeignet

 

Was man bei der Einnahme von Leinmehl beachten sollte

  1. Bei Neigung zu oder gar akutem Ileus (Darmverschluss), Stenosen (Verengungen), Einrissen und Ausbuchtungen im Darm dürfen diese Produkte auf keinen Fall eingenommen werden. Sie quellen auf und es besteht dann die Gefahr einer Verklumpung.
  2. Leinsamen können eingenommen Medikamente binden und damit die Wirkung beeinflussen (mindern). Aus diesem Grund sollte  eine deutlich zeitversetzte Einnahme zwischen Medikamenten und Leinmehl / Leinsamenschrot erfolgen.

 

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